drohende Arbeitslosigkeit

  • Momentan überschlagen sich viele dinge in meinem Leben. Vielleicht weiß jemand von euch, was ich tun könnte.

    Am 10. August fange ich wieder das Arbeiten an. ich hatte anderthalb Jahre Elternzeit genommen. Ich musste durch meine Schwiegermutter erfahren, dass die Firma, für die ich arbeite, insolvent ist. Sie hat es in der Zeitung gelesen (wir bekommen keine). Niemand hielt es dort für nötig, mich zumindest zu informieren. Ich wusste lange nicht, ob es die Firma noch gibt, bis ich wieder anfange.

    Gestern habe ich erfahren, dass es diese Firma keinen Käufer gefunden hat. Ich bin ab dem 01.01.2027 arbeitslos.

    Die Firma heißt Rollytoys.

    Ich habe damals am 15.10.2015 dort angefangen. Ich liebe meine Arbeit. Ich bin in der Beutelabteilung, wo man die Montagebeutel für all die Traktoren packt. Es war Akkord, es lag mir. Ab und an musste man in andere Abteilungen. Der Wechsel dahin, oft spontan, war stressiger als die Arbeit dort selbst. Ich hatte dort geregelte Arbeitszeiten. Montag-Donnerstag von 06:00-15:00 Uhr, Freitag von 06:00-12:15 Uhr. Es gab Betriebsurlaub. 3 Wochen über Weihnachten bis weit in den Januar rein und immer die ersten 3 Wochen Sommerferien (Bayern). Mein Arbeitsweg war kurz. Wenn man früh ein paar Minuten später kam, gab es keinen Ärger. Ich kam nicht zu spät, aber Kollegen, die ihre Partner pflegten oder Kinder in den Kindergarten brachten, waren immer nach 06:00 Uhr da und es war OK. Man musste keine Angst haben, wenn man länger krank war, dass man den Job verliert.

    Jetzt ist das bald vorbei. Ich weiß, dass es weiter gehen wird, aber momentan bin ich wie erschlagen von der Nachricht.


    Ich weiß nicht, was ich arbeiten könnte. Ich weiß nur, was ich nicht kann. Und das blockiert mich momentan. Ich hatte früher viele unschöne Erlebnisse mit dem Arbeitsamt.

    Sollte ich mich vielleicht beim Integrationsfachdienst melden oder beim EUTB? Können die auch helfen, einen Job zu finden?

  • Kannst Du die Elternzeit nicht auf 3 Jahre verlängern? Dann hättest Du etwas Luft zum suchen.

    Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde.

  • Sollte ich mich vielleicht beim Integrationsfachdienst melden oder beim EUTB? Können die auch helfen, einen Job zu finden?

    Mich begleitet der IFD und auch wenn ich akut keinen neuen Job benötige weiß ich, daß sie auch dabei unterstützen können.

    Mit dem EUTP habe ich noch keine eigenen Erfahrungen gesammelt.

  • Ginome  TalkativeP  Fohlen11

    Ich kann die Elternzeit nicht verlängern. Wir brauchen das Geld. Mein Freund ist selbstständig und hat kein-kaum Einkommen. Manche Rechnungen werden nicht bezahlt, andere in kleinen Raten oder zu spät. Wenn dann Rechnungen bezahlt werden, muss er seine Rechnungen bezahlen (Miete Kanzlei, Krankenversicherung usw.). Er hat kein monatliches Gehalt, was er sich auszahlen kann.

    Ich bekomme derzeit nur noch 518,21€. Ich MUSS arbeiten. Dass das keine gute Basis ist, weiß ich selbst. Der Druck ist immens. Aber ich war bisher immer die Großverdienerin der Familie.

    Mich begleitet der IFD und auch wenn ich akut keinen neuen Job benötige weiß ich, daß sie auch dabei unterstützen können.

    Danke. Dann werde ich mich bei denen die Tage melden. Seit Juli wurden ja auch Sanktionen vom Arbeitsamt verschärft und ich brauche da Unterstützung, wenn ich unzumutbare Vermittlungsvorschläge ablehne. Denn davon hatte ich unzählige, als ich arbeitslos war. Nicht einmal war etwas dabei, wo ich ansatzweise hätte arbeiten können. Ich bekam damals sogar Vermittlungsvorschläge auf Jobs, auf die mich ihr eigener medizinischer Dienst für arbeitsunfähig befunden hat.

  • Denn davon hatte ich unzählige, als ich arbeitslos war. Nicht einmal war etwas dabei, wo ich ansatzweise hätte arbeiten können. Ich bekam damals sogar Vermittlungsvorschläge auf Jobs, auf die mich ihr eigener medizinischer Dienst für arbeitsunfähig befunden hat.

    Dafür ist der IFD eine gute Adresse, ich habe sicher zusätzlich Glück mit meinem Berater, jedoch hat jeder dort viel Erfahrung in der Begleitung von Menschen mit Behinderungen im Berufsleben und der Vertretung eigener Interessen gegenüber Arbeitgebern, das gilt sicher auch gegenüber einem Jobcenter. Sie begleiten ggfls. auch zu Terminen.

    Allgemeine Info zum IFD:

    An sich richtet sich das Angebot an Menschen mit Behinderung, doch bekam ich auch Beratung als ich noch keinen Antrag auf einen GdB gestellt hatte und zumindest meine Zweigstelle setzt sich sehr dafür ein, daß auch Menschen ohne offiziell festgestellte Schwerbehinderung eine dauerhafte Begleitung erhalten können.

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