Kennt ihr das Gefühl, dass euer Gehirn ständig Ordnung herstellen will – und euch das extrem viel Energie kostet?
Mich beschäftigt gerade ein Muster, das ich in ganz unterschiedlichen Situationen bei mir beobachte.
Ich habe oft das Gefühl, dass mein Gehirn permanent versucht, Struktur, Logik und einen roten Faden aufrechtzuerhalten. Das ist nicht bewusst – es passiert einfach.
Zum Beispiel:
- Im Büro erschöpfen mich Lärm, viele parallele Aufgaben und häufige Taskwechsel extrem.
- In Schulungen oder Besprechungen werde ich richtig wütend, wenn Diskussionen ständig abschweifen oder Leute am Thema vorbeireden. Es fühlt sich an, als müsste mein Gehirn alles wieder neu sortieren.
- Selbst Kleinigkeiten wie eine ständig falsch eingestellte Klimaanlage oder ineffiziente Abläufe können mich unverhältnismäßig stark stressen und ärgern.
- Bei längeren Treffen mit Freunden freue ich mich vorher darauf, merke dann aber irgendwann, dass mich der Kontakt und das dauernde Verarbeiten der Situation viel mehr Energie kosten als erwartet. Ich mag die Person, wünsche mir aber gleichzeitig, wieder alleine zu sein.
Ich frage mich inzwischen, ob das alles mit demselben Mechanismus zusammenhängt: dass mein Gehirn unglaublich viel Energie dafür verbraucht, Reize, Informationen und soziale Situationen zu strukturieren.
Geht es jemandem von euch ähnlich?
Falls ja:
- Wie äußert sich das bei euch?
- Habt ihr Strategien gefunden, die helfen?
- Lernt man mit der Zeit, nicht mehr alles innerlich verarbeiten oder einordnen zu müssen?
Ich freue mich über eure Erfahrungen.