Was habt ihr in eurem Leben bisher zu selten gemacht?

  • Ich habe bisher zu selten in Gesellschaft ausgelassen gelacht. Zu oft bin ich angespannt und fühle mich dadurch unfrei. Wenn es dann doch mal geschehen ist, habe ich mich sehr lebendig gefühlt.

    Außerdem habe ich zu selten anderen aktiv zugehört, mich voll und ganz auf jemanden eingelassen. Ständig prasseln viele Reize auf mich ein. Ich habe dann immer viel mit meinem Innenleben zu tun und bin dadurch fast nie im Moment.

    Und ich habe zu selten etwas gewagt. Weil ich der Meinung war/ bin, dass ich mir das nicht herausnehmen darf. Vielleicht weil ich sonst jemanden stören könnte.


    Wie ist das bei euch? Was habt ihr bisher zu wenig getan?

  • Ich habe bisher zu selten in Gesellschaft ausgelassen gelacht. Zu oft bin ich angespannt und fühle mich dadurch unfrei.

    Ich bin auch niemand, der ständig laut lacht. Aber das hat nichts mit Anspannung oder einem Gefühl mangelnder Freiheit zu tun.

    Außerdem habe ich zu selten anderen aktiv zugehört, mich voll und ganz auf jemanden eingelassen.

    Wenn die Person mir etwas bedeutet, dann kann ich das schon. Bei intensiven Gespräche werde ich allerdings schneller müde, d.h. fast immer bin ich der, der irgendwann das Gespräch beendet.

    Und ich habe zu selten etwas gewagt.

    Es gibt vieles, das ich mich im Leben nicht getraut habe. Aber ich sehe das auch nicht negativ. Extremsport ist nichts für mich, nach Führungspositionen habe ich mich auch nie gesehnt. Was ich aber wirklich wollte, im Ausland arbeiten z. B., das habe ich auch umgesetzt.

  • Ich hab jetzt den ganzen Vormittag überlegt, aber mir fällt nichts anderes ein, als sowas albernes wie dem Weihnachtsmann einen Wunschzettel zu schreiben.

    Die Welt braucht einfach nur viel mehr Glitzer und viel mehr Einhörner! ✨️🦄

  • Ich konnte viel zu selten so sein wie ich bin, ich konnte auch selten unbekümmert in der Welt da draußen rumlaufen, ich habe zu selten (ich würde fast schon behaupten NIE) erlebt was Liebe ist, ich habe zu selten das erlebt was für andere Menschen selbstverständlich war, ich war zu selten auf Reisen und ich habe allgemein viel zu wenig erlebt.

  • Frei zu reden und intuitiv die passenden Worte zu finden. Ich habe es nicht gemacht, weil ich es einfach nicht kann.

    Ja, das stimmt. Bei anderen Menschen habe ich den Eindruck die wissen immer in jeder Situation was und wie sie etwas sagen müssen - ich sage dann oft einfach nur irgendwas damit ich was gesagt habe. Es ist meistens aber unpassend.

  • Ich konnte viel zu selten so sein wie ich bin, ich konnte auch selten unbekümmert in der Welt da draußen rumlaufen,

    Ich auch.

    Frei zu reden und intuitiv die passenden Worte zu finden.

    Ich möchte - und es ist so seit ich mich erinnern kann - etwas sagen, das ich denke passend ist, meistens aber als unpassend oder unhöflich empfunden wird. Deswegen sage ich in Gruppen meistens einfach gar nichts.

  • - Tiefe beständige Freundschaften einzugehen, obwohl ich mich danach sehne

    - Menschen verbal mit Absicht zu verletzten (nie)

    - Mich selbst zu verteidigen (fange ich erst jetzt an)

    - Nach langem Ghosting, aufgrund von starker Unsicherheit oder Verletzung, die geghostete Person zu kontaktieren (durch das Erkennen von Risiken und Nutzen, blende ich die Personen aus, es ist keine Angst)

    - die Kontrolle über mich zu verlieren

    - spontan zu sein

    - mich nicht zu entschuldigen

    - keine Gefahren oder Risiken einzurechnen

    - meinen Gesprächspartner und seine Absicht nicht zu scannen

    - Andere bei körperlicher und psychischer Verletzung nicht zu verteidigen

    (Als eine Frau körperlich von einem Mann angegriffen wurde, bin ich dazwischen gegangen. Sie sagte dann schroff, dass ich das nicht machen solle, es sei ihr Freund. Soetwas kann ich nicht einordnen), in solchen Situationen baut sich bei mir ein derart starkes Druckgefühl auf, dass ich nicht anders als reagieren kann, dies sieht für andere nach extremer unkontrollierter Wut aus, sie ist aber kontrolliert und sehr bedacht

    - Hass zu fühlen (niemals ein beständiges Gefühl), es wandelt sich immer in Nächstenliebe

    - jemanden nicht zu verzeihen / nicht die Hintergründe zu analysieren

    - nachtragend zu sein

    - nicht tiefe Trauer und Mitleid gegenüber bösen Menschen zu empfinden (liest sich komisch, aber auch diese wurden dazu gemacht, kein Mensch ist seit der frühen Kindheit böse)

    - einen Menschen in größter Not nicht zu helfen, selbst wenn die Person mir fremd ist

    (Zuletzt sprach ich um 20:30 Uhr einen schlafenden Jungen an der Bushaltestelle an, der kaum älter als mein Sohn war. Ich hinterfragte mich vorher: Wie würde ich wollen, dass man meinem Sohn in so einer Situation hilft? Er wachte auf mit extrem roten Augen, soetwas hatte ich noch nie gesehen. Er bejahte, dass er Hilfe brauche, lief dann aber vor mir weg. Ich registrierte seine Grenzsetzung und versuchte sie zu respektieren. Neben, der Bank auf der er gelegen hatte, stand eine Tüte voller leerer Alkoholflaschen.Ich konnte nicht einordnen, ob er extrem geweint hatte oder Alkohol getrunken hatte. In der Situation konnte ich nicht helfen, das führte bei mir selbst zu Hilflosigkeit)

    - bei Silvester auf der Straße zu stehen oder auch selbst Silvesterknaller anzuzünden

    (Eine Nachbarin hatte mal einen Böller ins Gesicht bekommen und hätte beinahe ihr Augenlicht verloren. Überall war Blut. Silvesterknaller sind für mich unvorhersehbar (Lautstärke, Flugbahn, Schnelligkeit), daher meide ich es draußen zu sein)

  • Ich habe viel zu selten meine Stimme verstellt und gelacht, in meiner eigenen Wohnung, wenn ich nur Tee benutzt habe, um wach zu werden.

    Wenn ich bei meiner Familie bin, dann ist der Vorführeffekt, dass ich psychisch stabil bin und mich auch nur mit Tee fit halten kann.

    • Dinge mit Freunden unternehmen
    • So zu sein, wie ich bin
    • mich so zu kleiden, wie ich will

    Nichts beschleunigt Dich so sehr wie ein Linearmotor.

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