Kommunikationsebenen wahrnehmen

  • Ich falle immer wieder durch mein sachliches, logisches Sprachverständnis auf. Nicht-autistische Menschen kommunizieren ja viel intuitiv und auf emotionaler Ebene.


    Wenn z.B. erwartet von mir wird, dass die Emotion zu einem Problem geteilt wird aber stattdessen komme ich mit Problemlösungen daher, die dann aber gar nicht erwünscht sind.

    Wie handhabt ihr das? Bleibt ihr auf eurer Ebene? Nehmt ihr die Unterschiede wahr? Habt ihr Probleme damit?

    Gibt es kleine Tricks, um zu erkennen, dass gerade eine eher emotionale Reaktion erwartet wird? Also bei so Sachen wie „Person XY ist verstorben“ oder ähnlichem habe ich inzwischen gelernt, was erwartet wird. Aber im Alltag ecke ich halt doch immer wieder mal ungewollt an. Gerade wenn spontan Reaktionen/Antworten erwartet werden.

  • Personen die einen nicht kompatiblen Kommunikationsstil haben bzw meinen nicht mögen, meiden, mehr fällt mir auch nicht ein.

  • Ich kenne diese Situation aus dem Arbeitsalltag in der Kita . Immer wenn es zu Konflikten zwischen den Kolleginnen oder kleinen Katastrophen bei den Kindern kam(kleine Platzwunden oder Unfälle) ,sind meine Kolleginnen häufig erstmal in Panik geraten und mussten diskutieren, streiten oder sich aufregen.

    Ich dagegen habe als erstes nach Lösungen gesucht,kam damit aber meistens erstmal nicht durch,weil meine Kolleginnen noch mit Aufregen beschäftigt waren.Meine Taktik war meistens ein Ziel zu formulieren,die passende Methode zu finden und eine Strategie zu entwickeln.Es wurde mir aber selten zugehört.

    Irgendwann hat meine Chefin mich dann mal beiseite genommen und mir erklärt, dass ich meinen Kolleginnen Zeit geben muss,damit sie ihre Emotionen zu dem Problem ausleben können.
    Das hielt ich für überflüssig und konnte das nicht nachvollziehen,musste es aber akzeptieren.

    Seitdem habe ich dann immer erstmal abgewartet,bis sie mit dem Aufregen fertig waren und habe danach meine Lösungsvorschläge angebracht,dann wurde mir auch zugehört.

    Verstanden habe ich es aber nicht.

    Mokey , schön das Du wieder da bist.

  • Ich bin automatisch nur auf der Sachebene unterwegs, was regelmäßig zu Problemen führt, wenn jemand das nicht erwartet.

    Das die Beziehungsebene fehlt, konnte ich mir schon oft anhören.

    Gleichzeitig bin ich auf der Ebene ziemlich schwerhörig. Bis ich da was mitkriege, dauert es lange. Und dann nochmal lange, bis ich eine akzeptable Antwort gefunden habe.

  • Personen die einen nicht kompatiblen Kommunikationsstil haben bzw meinen nicht mögen, meiden, mehr fällt mir auch nicht ein.

    Es geht mir weniger ums kompatibel sein als eher darum, die anschließende Verwirrung in meinem Kopf zu reduzieren. Wenn ich irgendeine Möglichkeit hätte zu erschließen was gerade erwartet wird, hätte ich nicht ständig so viele offene Tabs zu diesen Gesprächen im Kopf, die halt auch Energie rauben.

    Ich weiß, dass es keine allgemein gültige Methode gibt außer halt zu fragen - was dann aber in der Regel wieder Konfusion beim gegenüber erzeugt die dann wiederum bei mir landet.

    Griseldis Solche Situationen habe ich gelernt zu händeln. Also in Notfallsituationen nicht auf die Rationalität anderer zu zählen, erstmal zu agieren und zu akzeptieren, dass andere erstmal kopflos „rumemotionalisieren“.
    Nur verringert das halt nicht die Verwirrung in meinem Kopf.

    Anscheinend bin ich zur Zeit mal wieder ein zu obsessiv damit beschäftigt, dieses Problem lösen zu wollen zu dem es keine Lösung gibt.

  • Wie handhabt ihr das? Bleibt ihr auf eurer Ebene? Nehmt ihr die Unterschiede wahr? Habt ihr Probleme damit?

    Mir fällt auch schwer, zu erraten, was von mir erwartet wird. Oft denke ich nach Situationen, in denen ich für mich überraschende Reaktionen bei anderen erzeuge, noch lange darüber nach und versuche zu ergründen, was wie auf die anderen Menschen gewirkt haben könnte. Ich versuche vorsichtig bei Menschen zu sein, die mir noch nicht sehr vertraut sind. Das braucht natürlich immer Aufmerksamkeit und Energie. Und ich bin dann eigentlich nie so ganz ich selbst. Das finde ich problematisch, weil unauthentisch zu sein ja auch nicht gut ankommt.

    Einmal habe ich mich vor Menschen, die mich noch nicht so gut kannten etwas emotional über ein nicht richtig funktionierendes technisches Gerät geärgert. Da waren alle erstaunt (und scheinbar erleichtert), dass ich auch mal verärgert bin.

    In welchen Situationen entsteht denn viel Verwirrung bei dir?

  • Es gibt da einen berühmten Tweet von Alexander James, indem er beschreibt, dass seine Frau und er begonnen haben sich zu fragen: "do you want comfort or solutions?". Das Thema scheint auch NTs zu interessieren, von daher ist es vielleicht gut, nicht zu streng mit sich zu sein, wenn man Mühe damit hat.

  • zu fragen: "do you want comfort or solutions?"

    das ist sicher ein guter Tipp, der viele Konflikte verhindern kann

    ich weiß nicht, wie es bei euch ist, aber mir fällt es manchmal schwer, die Lösungstipps nicht auszusprechen. Ich brauche dann viel Disziplin, um das Gegenüber nur zu trösten ode nur zuzuhören, ohne Vorschläge zu machen.

    Ob dieser Drang, die eigenen Gedanken auszusprechen, ein autistisches Problem ist?

    Ich beobachte oft, dass alle möglichen Menschen sofort Lösungsvorschläge machen

  • ich weiß nicht, wie es bei euch ist, aber mir fällt es manchmal schwer, die Lösungstipps nicht auszusprechen. Ich brauche dann viel Disziplin, um das Gegenüber nur zu trösten ode nur zuzuhören, ohne Vorschläge zu machen.


    Vielleicht kennt ja die Person schon Lösungen oder erahnt sie und ist nun trotzdem einfach traurig. Ich glaube, es ist für die meisten Menschen anstrengend Traurigkeit auszuhalten, weil es sich hilfloser anfühlt, als gleich Lösungen zu präsentieren. Dabei muss man sich gar nicht hilflos fühlen, wenn man weiss, dass es das ist, was der anderen Person gerade gut tut, ist es keine hilflose Handlung sondern Hilfe.

    Ob dieser Drang, die eigenen Gedanken auszusprechen, ein autistisches Problem ist?

    Ich beobachte oft, dass alle möglichen Menschen sofort Lösungsvorschläge machen


    Ich glaube nicht, dass das ein autistisches Problem ist. Vermutlich müssen das viele erst lernen.

  • Mokey bezieht sich auf deinen zweiten Beitrag: mir hat man mal gesagt, ich dürfe mich anderen ruhig zumuten, sollen -die- halt schauen wie sie mit mir zurecht kommen. Soll heißen du musst die Erwartungen nicht erfüllen.

  • Mokey bezieht sich auf deinen zweiten Beitrag: mir hat man mal gesagt, ich dürfe mich anderen ruhig zumuten, sollen -die- halt schauen wie sie mit mir zurecht kommen. Soll heißen du musst die Erwartungen nicht erfüllen.

    Schon klar. Mir geht es nicht um das Erfüllen müssen - mir geht es darum, die Verwirrungsmomente zu reduzieren, da sie mir in der Situation und auch im Nachgang Energie rauben, die ich gern für andere Kontexte nutzen würde.

    In welchen Situationen entsteht denn viel Verwirrung bei dir?

    Naja, sobald ich halt mit jemandem spreche, der nicht zu meinem Vertrautenkreis gehört. Auch mit meinen Partnern kommt das mal vor, aber da wird das halt auch recht schnell wieder aufgelöst. Diese Auflösung findet aber nicht in diesen vielen Alltagssituationen statt - Gespräche mit Bekannten/Nachbarn/Kollegen/Dienstleistern etc.

    Und das Prinzip eben immer vorher zu fragen, mag ich in diesen Situationen eben nicht anwenden, weil es die Gegenüber irritiert und das letztendlich auch wieder verwirrt.

    …., von daher ist es vielleicht gut, nicht zu streng mit sich zu sein, wenn man Mühe damit hat.

    Ja, das ist halt auch generell eins meiner Probleme.

  • Wenn z.B. erwartet von mir wird, dass die Emotion zu einem Problem geteilt wird

    ...

    Gespräche mit Bekannten/Nachbarn/Kollegen/Dienstleistern etc.

    Im Kontakt mit nicht so vertrauten Personen teilen sicherlich mehr Menschen nicht so viel über ihre Emotionen mit. Vielleicht ist es gar nicht so irritierend für andere, wenn du sachlich bleibst? Mich hat kürzlich eine Frau, der ich bei der Arbeit begegnet bin und mit der ich vor Jahren schon Kontakt hatte, an meiner "ruhigen und sachlichen" Art wiedererkannt, so hat sie das beschrieben und sie schien das an mir zu schätzen.

    Ich habe außerdem oft den Eindruck, dass starke emotionale Ausbrüche z.B. von Kollegen bei gegenseitiger Begrüßung von manchen eher künstlich übertrieben werden. Auch wird gerne emotional über irgendetwas geschimpft (Arbeitgeber, Politik, ...). Nicht jeder ist da allerdings so stark emotional. Ich versuche durch Beobachtung zu lernen, wie andere sich in solchen Situationen verhalten und übernehme dann manches in mein Masking.

    Auf jeden Fall bin ich damit auch unsicher, weil ich meine Emotionen nicht so offen jedem Fremden zeigen mag. Und eigentlich mag ich dieses künstlich übertriebene Verhalten bei anderen nicht und fühle mich unwohl, wenn ich übertriebene Emotionen maskiere, um nicht so sehr aufzufallen. Ich denke allerdings, dass es in Ordnung ist, wenn ich eher ruhig und zurückhaltend bin, so lange ich keinen verschlossenen und abweisenden Eindruck auf andere mache. Da ich schlecht einschätzen kann, wie ich wirke, ist es für mich eine Art Eiertanz, wenn ich versuche, meine durchaus freundliche, offene innere Einstellung nach außen für andere sichtbar zu machen, was mein Gesicht anscheinend leider nicht von alleine tut. Ich weiß nie, ob es zu viel oder zu wenig ist und ob es mein Inneres passend wiedergibt oder nicht. Bin ich gerade von deinem Thema abgekommen, oder passt das noch dazu?

    Mokey Mir würde es helfen, wenn du ein Beispiel nennen könntest, damit ich dich nicht missverstehe.

  • Woher wusstest du, dass du aneckst? Was wurde dir konkret vorgeworfen?

    Ich kann dir nur raten, authentisch zu bleiben. Du willst ja auch keine Empathie vorgaukeln. Wenn das sonst nicht deine Art ist, würde das vermutlich ohnehin auffallen und du würdest am Ende wieder anecken.

    Ich kommuniziere auch hauptsächlich auf der Sachebene. Alles, was intuitiv abläuft, fällt mir schwer.

    Was mir hilft: Sei einfach direkt, bleib du selbst und kommuniziere auf der Sachebene. Du kannst zum Beispiel fragen, was die Person gerade fühlt oder wie es ihr damit geht. Wenn du nicht weißt, was gerade von dir erwartet wird, frag einfach, was du für die Person tun kannst oder was sie gerade braucht.

    Das machen Therapeuten übrigens ja auch und es funktioniert.

    Ich bin zum Beispiel lange davon ausgegangen, dass Menschen grundsätzlich nicht umarmt werden wollen, weil ich das selbst nicht mag. Viele wollen das aber anscheinend. Wenn Umarmungen für dich okay sind, kannst du stattdessen einfach fragen, ob die Person gerade eine Umarmung gebrauchen könnte. Ich finde, nachfragen ist in solchen Situationen oft besser, als einfach zu handeln.

    Und wenn deine Bemühungen nicht wertgeschätzt werden, obwohl du es ehrlich versuchst, auf die andere Person einzugehen, dann ist es die Person auch nicht wert.

  • Ob dieser Drang, die eigenen Gedanken auszusprechen, ein autistisches Problem ist?

    Nein. Das machen ja viele Menschen.

    Woher wusstest du, dass du aneckst? Was wurde dir konkret vorgeworfen?

    „Kannst du auch einfach mal mitfühlen/-lachen/-ärgern?“ etc. Oder der typische Satz „man sei arrogant“, wenn man halt mit Erklärungen und Lösungen reagiert. Etc.

    Wie gesagt, es geht mir nicht darum Empathie vorzugaukeln oder irgendwas erfüllen zu müssen. Ich möchte mir selbst die Möglichkeit schaffen, eben nicht immer gleich sachlich-logisch zu reagieren. Nur möchte ich halt auch nicht immer nachgefragen.

  • „Kannst du auch einfach mal mitfühlen/-lachen/-ärgern?“ etc. Oder der typische Satz „man sei arrogant“, wenn man halt mit Erklärungen und Lösungen reagiert. Etc.

    Wie gesagt, es geht mir nicht darum Empathie vorzugaukeln oder irgendwas erfüllen zu müssen. Ich möchte mir selbst die Möglichkeit schaffen, eben nicht immer gleich sachlich-logisch zu reagieren. Nur möchte ich halt auch nicht immer nachgefragen.


    Okay jetzt kann ich besser nachvollziehen was gemeint ist. Kenne ich zu gut und diesen Satz habe ich schon oft gehört. Ich hab leider auch keine Lösung dafür. Vielleicht muss man in dem Bereich seine Empathie trainieren dann. Also ich kann mich nur reinversetzen, wenn ich die Situation schon selbst erlebt habe oder, wenn ich das “Wissen” darüber verfüge, damit ich das kognitiv nachvollziehen kann, dann tut sich auch etwas auf emtionaler Ebene. Aber für die emotionale Empathie muss erstmal die kognitive funktionieren.

    Vielleicht hilft es generell das besser zu trainieren, indem du dich mit diesen Themen auseinandersetzt, die deine Mitmenschen beschäftigen. Beispiel: Thema Trauer. Da gibt es bestimmt viele Schicksalsschläge wo Leute Interviewt werden, die schon mal jemanden verloren haben. Es ist vielleicht ein wenig deprimierend sich sowas anzuschauen, aber wenn man sich die Erklärungen anhört kann man es besser kognitiv nachvollziehen und fühlt vielleicht auch mehr mit, sodass man besser mitschwingen kann. Vielleicht lässt sich das dann auch aufs “echte” Leben umsetzen.

  • Nur möchte ich halt auch nicht immer nachgefragen.

    Anstatt nachzufragen, kann man oft auch einfach gucken, was die anderen machen. Wenn da bisher niemand mit Lösungsvorschlägen gekommen ist und das Gespräch bisher aber flüssig läuft bzw. nicht der Eindruck entsteht, dass den anderen überhaupt etwas "fehlt", dann würde ich mich eher zurückhalten, anstatt mit Vorschlägen, von denen ich nicht weiß, wie sie ankommen, das Gespräch in eine völlig andere Richtung zu lenken.

    Gerade wenn spontan Reaktionen/Antworten erwartet werden.

    Wie spontan? Auch in einer "spontanen" Gesprächssituation mit 4 oder 5 Personen muss ich ja nie der erste sein, der sich zu etwas äußert; d. h. ich habe immer die Gelegenheit, erstmal ein bisschen zu gucken, wie die anderen reagieren.

    Bei noch weniger Personen oder wenn man ganz direkt angesprochen wird, wird das schwierig. Aber da würde ich mir dann auch denken: "Ok, du hast mich dir bewusst als Gesprächspartner ausgesucht. Das heißt, entweder du willst eine Antwort von der Art, wie du sie von mir eben erwarten kannst, oder du bist hier der sozial Inkompetente, der unfähig ist, sich selbständig die Leute rauszusuchen, die ihm geben können, was er braucht!" Man kann die Leute auch ein bisschen erziehen bzw. ihnen beibringen, wann sie sich mit welchen Fragen an einen wenden können - und wann sie sich besser andere Gesprächspartner suchen.

    Aber diese Unterscheidung - zwischen Gesprächen im Pausenraum o. ä., wo man irgendwie zufällig reingestolpert ist, und Situationen, wo jemand bewusst/gezielt mit einem sprechen wollte - die sehe ich hier in dem Thread bisher nicht. Und auch nicht in den ganzen anderen ähnlich gearteten Threads, die über die Jahre von diversen Usern im alten Forum gestartet wurden. Dabei ist das doch immer die wichtigste Information: Will da gerade jemand gezielt etwas von mir wissen, oder bin ich gerade nur Teil des "allgemeinen sozialen Geschehens"?

  • Wie handhabt ihr das? Bleibt ihr auf eurer Ebene? Nehmt ihr die Unterschiede wahr? Habt ihr Probleme damit?

    Hej Mokey 🙂 Schön von dir zu lesen.

    Tatsächlich, wenn ich Lösungsansätze habe, dann äußere ich diese auch. Ich versuche das so zu formulieren, dass es von der Person verarbeitet werden kann.

    Und ja, ich merke sehr, das ich da anders denke, dass ich Probleme anderer objektiv und analytisch angehe, während andere Emotionen zeigen, keine Lösungen bieten und völlig anders reagieren. In der Regel reden diese einfach nur um den heißen Brei (RW).

    Zuletzt habe ich aber tatsächlich nur Hinweise gegeben und den Gesprächspartner zu Ende denken lassen. Denn letzen Endes kann die Person nur selbst ihre Lösung finden.

    Wenn ich merken sollte, dass ich wohlmöglich eine Grenze übertreten habe, dann versuche ich zu erfragen, ob das Gesagte für denjenigen ok war.

    Was mir hingegen mehr Probleme bereitet, ist, wenn es keine Lösung gibt, dann überfordert mich das so sehr, dass ich körperliche Symptome bekomme. Entweder weine ich dann oder bin wie gefroren, das kann auch zeitversetzt sein. Ich kann dann auch nichts Sinnvolles finden, was ich sagen kann, der Kopf ist leer und ich bin innerlich wie blockiert.

    In einem 1 zu 1 Gespräch versuche daran zu arbeiten und dann zu sagen, dass es mir scheinbar nahe geht und ich deshalb Zeit für mich benötige. Einmal konnte ich das bereits anwenden und fragte denjenigen, ob ich ihn einmal umarmen darf. Danach ging ich. Derjenige hat dies akzeptiert und hat Verständnis gezeigt.

    Ich glaube, man kann sicherlich etwas austesten, wie es für den Gesprächspartner angenehmer ist, aber ganz verstellen will und kann ich mich da nicht. Es ist halt meine Art der Verarbeitung. Ich versuche mich da selbst so akzeptieren, wie ich bin.

    Ich hoffe, dass dir das Geschriebene irgendwie hilft.

  • Wie ich finde, ein sehr interessantes Thema, da es ja essentiell für das Zusammenleben verschiedener Individuen ist.

    Ich tue mir recht schwer mit allem, außer der sachlichen Ebene. Kommunikation ist für mich ein Mittel, um Informationen auszutauschen. Mit meinen Emotionen und Gefühlen muss ich eh selbst klarkommen, da hilft es mir recht wenig, wenn andere Personen daran Anteil nehmen.

    Wie viele andere hier im Forum auch bin damit natürlich im Laufe meines Lebens regelmäßig angeeckt oder wurde als arrogant oder gefühlskalt empfunden. Inzwischen erkenne ich natürlich ein paar gesellschaftliche Konventionen, wie die Anteilnahme bei einem Todesfall oder der Notwendigkeit des Gratulierens am Geburtstag. Allerdings geschieht das eben, aus meiner Sicht, weil es sich so gehört. Eine tatsächliche gefühlsmäßige Verbindung (wie sie NTs ja durchaus spüren) kommt dabei nicht zustande.

    Ansonsten bin ich ein guter Zuhörer (wie mir bestätigt wurde). Ich lasse gerne die Anderen reden, stelle hier und da mal eine Nachfrage und erzähle vielleicht mal eine passende Anekdote aus meinem Leben. Smalltalk hasse ich trotzdem.

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