Die CSPS SZH (Stiftung Schweizer Zentrum für Heil- und Sonderpädagogik) hat einer Masterarbeit eine Publikation ermöglicht.
Bächli (2026): Gender Bias in der Diagnostik von ASS. Erwerbstätigkeit von Frauen mit einer spät diagnostizierten Autismus-Spektrum-Störung.
"Ausgehend von einem Gender Bias in der Diagnostik, durch den Frauen im Vergleich zu Männern später diagnostiziert werden, geht es um folgende zentrale Fragen: Wie erleben Frauen mit einer spät diagnostizierten Autismus-Spektrum-Störung ihre Erwerbsbiografie und die darin enthaltenen Transitionsprozesse? Welchen Stellenwert hat Erwerbsarbeit für sie und welchen Einfluss hat die Diagnosestellung auf die Erwerbstätigkeit? Zur Beantwortung dieser Fragen wurden narrative Interviews mit neun Frauen geführt, die erst im Erwachsenenalter die ASS-Diagnose erhalten haben." (siehe: https://shop.szh.ch/de/buecher-edi…ik-von-ass.html)
Die Ergebnisse in Abschnitt 4 sind mir aufgrund der vielen wörtlichen Zitate schwer gefallen zu lesen. In der Diskussion (Abschnitt 5 ab S. 69) sind Verdichtungen der Aussagen, die vielleicht auf Anklang treffen.
Auf S. 73 schreibt die Autorin darüber, wie gut die im Arbeitskontext offenbarte Diagnose aufgenommen wurde und entsprechend Maßnahmen und Verhalten angepasst wurden. Das ist für mich ein aktuell großes Thema, weil es sich meiner Vorstellung entzieht und ich schlecht mit Sonder- oder Extrabehandlung umgehen kann (oder könnte - nur eine Vermutung. Obwohl ich es ja tatsächlich bräuchte).
Habt ihr damit Erfahrungen gemacht?