Reinigungskräfte / Unterstützung im Haushalt

  • Hallo zusammen,

    ich überlege, mir eine Reinigungskraft zu organisieren. Eine Unterstützung im Haushalt.

    Ich stelle mir das so vor:

    • Die Reinigungskraft übernimmt alle zwei Monate die Hauptreinigung der Wohnung.
    • Durch meine regelmäßige Tätigkeit (Staub saugen, Wischen etx) unterstütze ich die „Hauptreinigung“

    Hat jemand Erfahrung mit Reinigungskräften? Bringen professionelle Reinigungskräfte ihre eigenen Utensilien und Reinigungsmittel mit? Damit kennen sie sich ja am besten aus. Ich persönlich würde ja, um effektiv zu sein, das mitnehmen, womit ich am besten das Ergebnis und die Leistung erziele und erbringe. Außerdem riecht es dann meist anders, als wenn man die eigenen Mittel einsetzt.

    Was motiviert dich bei dem, was du tust? (Steffen Albers)

    Edited once, last by M3_C2_A25_P0 (June 9, 2026 at 11:22 AM).

  • Was verstehst du unter Hauptreinigung? Du solltest im Vorfeld die genauen Tätigkeiten und Erwartungen für dich definieren und später auch kommunizieren, damit es zu keinen Überraschungen kommt.

    Darüber bin ich vor vielen Jahren ganz persönlich gestolpert und habe das Experiment beendet.

  • Die Tätigkeit einer Reinigungskraft orientiert sich an dem Umfang der angebotenen Dienstleistung. Eine Standardreinigung umfasst in der Regel Staubwischen, Staubsaugen, Wischen sowie die Reinigung von Küche und Bad. Diese Tätigkeiten würden alle 2 Monate ausgeführt. Stundenumfang: Schätzungsweise 3 Stunden.

    Alles weitere würde ich übernehmen. Dazu gehören u.a. Fensterputzen und 2-3x die Woche Saugen sowie 1x die Woche das Wischen.

    Was motiviert dich bei dem, was du tust? (Steffen Albers)

  • Die Reinigungskraft übernimmt alle zwei Monate die Hauptreinigung der Wohnung.

    Das wäre aber ein sehr großer Intervall.

    Hat jemand Erfahrung mit Reinigungskräften? Bringen professionelle Reinigungskräfte ihre eigenen Utensilien und Reinigungsmittel mit?

    Ich habe einen solchen Job ein paar Jahre gemacht. In der Regel haben die Kunden ihr Putzzeug da.
    Man benötigt ja eigentlich nicht viel dafür. Manche Leute, die die es eher dreckig haben, haben alles mögliche schon da, und dann viel zu viel, nutzten es aber nicht wirklich.

    Diese Tätigkeiten würden alle 2 Monate ausgeführt. Stundenumfang: Schätzungsweise 3 Stunden.

    Alle 2 Monate und dann lediglich läppische 3 Stunden. ??
    Das klingt etwas realitätsfern.

  • Ok. Das ist ein guter Input. Ich hatte bisher noch keine Unterstützung im Haushalt.

    Dazu sei erwähnt, dass ich eine 29qm / 1 Zimmer Wohnung angemietet habe.

    Was motiviert dich bei dem, was du tust? (Steffen Albers)

  • Wenn du eine ambulante Betreuung/Assistenzhilfe oder sowas hast, kannste dir die Putzhilfe sparen.

    Die Tätigkeit einer Reinigungskraft orientiert sich an dem Umfang der angebotenen Dienstleistung. Eine Standardreinigung umfasst in der Regel Staubwischen, Staubsaugen, Wischen sowie die Reinigung von Küche und Bad. Diese Tätigkeiten würden alle 2 Monate ausgeführt. Stundenumfang: Schätzungsweise 3 Stunden.

    Alles weitere würde ich übernehmen. Dazu gehören u.a. Fensterputzen und 2-3x die Woche Saugen sowie 1x die Woche das Wischen.

    Keine Ahnung woher du das her hast. Es ist nicht in Stein gemeißelt, was so eine Reinigungskraft so macht oder nicht.

    Es kommt eher darauf an, welche Individuellen Vorstellungen und Wünsche der Kunde( in dem Fall du) hat und wie so das persönliche Budget ist.

    Da gibt es kein stumpfes "So läuft das jetzt ab" Muster.

    Sowas muss man durch klare Kommunikation regeln.

    So eine normale Reinigungskraft sollte in der Lage sein, alles mögliche zu putzen. Ein Friseur schneidet ja auch nicht nur die Haare.

    Alles eine Frage wie viel die Reinigungskraft dafür haben will an Kohle und inwiefern du bereit bist, das zu zahlen.

    Da gibt es natürlich auch individuell große Unterschiede zum Teil.

    Edited 2 times, last by Gast59 (June 9, 2026 at 9:53 PM).

  • Alles weitere würde ich übernehmen. Dazu gehören u.a. Fensterputzen und 2-3x die Woche Saugen sowie 1x die Woche das Wischen.

    Wenn du in einer 1-Zimmer-Whg. 2 bis 3x die Woche saugst und einmal wischst und auch die Fenster selber putzt, ja um Himmels willen, was soll eine Putzfrau / ein Putzmann dann alle zwei Monate noch machen? Ich habe meine Wohnungen noch nie zwei bis dreimal die Woche gesaugt. Dass man regelmäßig Klo und Waschbecken reinigt, ist klar. Aber sonst? Den Herd mach ich nach dem Kochen sauber.

  • Eine fleißige Haushaltshilfe kann in zwei Stunden eine kleine Wohnung komplett putzen. Manche putzen aber auch bewusst langsam oder lassen sich zumindest nicht hetzen. Meine kommt alle zwei Wochen für eine Stunde. Sie saugt jedes Mal und putzt das Bad. Die übrigen Tätigkeiten wechseln, mal wischt sie Staub, mal bügelt sie oder wischt den Boden nass. Die Küche putze ich selber, und ich räume auf, bevor sie kommt, weil es immer unordentlich bei mir ist.

    Mit Firmen habe ich eher schlechte Erfahrungen gemacht, die Haushaltshilfen von Pflegediensten waren besser.

    Leiste keinen vorauseilenden Gehorsam.
    (Timothy Snyders „Über Tyrannei – Zwanzig Lektionen für den Widerstand“)

  • Mal eine OT Frage, was macht ihr solange die Wohnung sauber gemacht wird?

    Ich wäre vermutlich angestrengt solange die Person da ist und sie da zu haben während ich weg bin würde mich noch nervöser machen.

  • Ich hatte mal Pflegegrad 1 vom MDK, und mit Pflegediensten schlechte Erfahrungen. Die vermitteln auch Reinigungskräfte/Unterstützung im Haushalt. Ein Pflegedienst im Nachbar-Stadtteil schickte mir 2018 eine übergriffe alte Frau, die sich bei mir aufführte, als wäre sie der Boss. Und besaß auch noch die Frechheit, die Klingel gedrückt zu halten, bis ich den Türöffner betätigte. Unverschämte Person! In meiner Wohnung bin ich der Boss! Nach ein paar Monaten habe ich diesem Pflegedienst gekündigt. Ohne mir Ersatz zu suchen. So ein Verhalten lasse ich mir nicht gefallen.

    Ein anderer Pflegedienst in meiner Nachbar-Straße direkt hatte mir 2018 abgesagt, man könne solche Dienste/ Reinigung/ Unterstützung im Haushalt nicht leisten. Der Mitarbeiter dieses Pflegedienstes, der bei mir in der Wohnung war zum Gespräch, begegnete mir ein paar Monate später irgendwo im Stadtteil auf der Straße und grinste mich an. Ich weiß, daß die Bezahlung in Pflegediensten miserabel ist, aber ich habe keine Lust, deren Frust abzubekommen.

    Ich hatte lange Auseinandersetzungen mit meinem ABW-Sozialarbeiter, weil ich keinen Pflegedienst mehr wollte.

    Vom MDK war im Januar 2019 auch eine unmögliche Psycho-Tante bei mir, die mir Pflegegrad 3 reindrücken wollte, mich quasi entmündigen wollte. Die Terminangabe vom MDK war das allerletzte, 9 Uhr bis 11:30 Uhr, dann hatte diese Tante auch noch die Frechheit besessen, bei mir um kurz nach 11:30 Uhr aufzutauchen. Obwohl der MDK praktisch bei mir um die Ecke ist. Das heißt, die Tante hätte bei mir zuerst!! auftauchen müssen gleich um 9 Uhr!! Ich wollte privat weg, ich war um 12 Uhr verabredet, ich hatte die weggeschickt, unter dem Vorwand, ich hätte einen Arzttermin.

    Edited once, last by Hannoveraner (June 10, 2026 at 4:40 AM).

  • Mal eine OT Frage, was macht ihr solange die Wohnung sauber gemacht wird?

    Ich mach's genau deswegen auch selber oder mit einer Betreuung zusammen.

    Finanziell rechnet sich das für mich auch überhaupt nicht.

    Ich wohne ja in ner kleinen Singles-Wohnung. Da ist man halt locker in 30-45 Min durch.

    Und man kann ja präventiv auch regelmäßig kehren und saugen.

    Wenn man eh nicht so viel Besuch hat und auch nicht immer mit matschigen Schuhen in der Wohnung rumläuft gibt es außer vielleicht im Bad jetzt nicht wirklich einen Grund, überhaupt regelmäßig zu putzen meiner Meinung nach. Da reicht 1x im Monat auch aus.

    Und Fenster usw ist halt auch eher optional, das mach ich vielleicht 2x im Jahr.

    Sollte man sich halt gut überlegen mit der Putzkraft. Dann schafft man sich vielleicht eher eine ambulante Betreuung an, da ist es auch kostenlos mit drin, die geben einen dann zumindest Hilfestellung dabei.

  • Mal eine OT Frage, was macht ihr solange die Wohnung sauber gemacht wird?

    Bei meiner jetzigen arbeite ich im Homeoffice, während sie putzt, habe Ohrstöpsel drin und konzentriere mich auf meine Arbeit. Ab und zu muss ich aber unterbrechen, weil sie dann um meinen Arbeitplatz herum saugen oder wischen will, dann gehe ich in den paar Minuten an den privaten Rechner. Wenn ich Urlaub habe, dann putze ich die Küche, während sie was anderes macht. Einmal, als ich Urlaub hatte, sagte sie ich soll es mir doch gemütlich machen, aber das könnte ich nicht, ich muss mich mit irgendwas beschäftigen.

    Es ist bei mir nur eine Stunde. Das Aufräumen vorher stresst mich mehr, aber es hilft auch, die Grundordnung zu halten. Wenn sie mal länger nicht kommt, dann fehlt mir dieser Impuls, und es ist noch viel unordentlicher.

    Leiste keinen vorauseilenden Gehorsam.
    (Timothy Snyders „Über Tyrannei – Zwanzig Lektionen für den Widerstand“)

  • Wenn man eh nicht so viel Besuch hat und auch nicht immer mit matschigen Schuhen in der Wohnung rumläuft gibt es außer vielleicht im Bad jetzt nicht wirklich einen Grund, überhaupt regelmäßig zu putzen meiner Meinung nach. Da reicht 1x im Monat auch aus.

    Handhabe ich ähnlich, ich putze nur nach Bedarf und ggf. bleibt es auch über den Bedarf hinaus mal ungeputzt, bis ich wieder Kraft zum Putzen finde.

    Es ist bei mir nur eine Stunde. Das Aufräumen vorher stresst mich mehr, aber es hilft auch, die Grundordnung zu halten. Wenn sie mal länger nicht kommt, dann fehlt mir dieser Impuls, und es ist noch viel unordentlicher.

    Das mit der Grundordnung halten, weil jemand in die Wohnung kommt ist ein positiver Aspekt, den ich nachvollziehen kann, auch wenn es einen gewissen Stress mit sich bringt setzt Du die Energie ja letztlich für Dich ein.

    Wenn ich selten mal Besuch bekomme schaff ich auch Ordnung, die ich für mich persönlich oft nicht halte.

  • Ich hatte mich an ein Onlineangebot orientiert, da sind Basisdienstleistungen enthalten. Erweiterungen sind flexibel zubuchbar. Die Preise sind überschaubau. Im Fokus war die Unterstützung im Haushalt. Auf eine ambulante Betreuung/Assistenzhilfe möchte ich nicht zurückgreifen. Ich denke, das bekomme ich selbst organisiert.


    Wenn du in einer 1-Zimmer-Whg. 2 bis 3x die Woche saugst und einmal wischst und auch die Fenster selber putzt, ja um Himmels willen, was soll eine Putzfrau / ein Putzmann dann alle zwei Monate noch machen? Ich habe meine Wohnungen noch nie zwei bis dreimal die Woche gesaugt. Dass man regelmäßig Klo und Waschbecken reinigt, ist klar. Aber sonst? Den Herd mach ich nach dem Kochen sauber.

    Die Kochfläche mache ich regelmäßig und auch nach dem Kochen sauber. Das WC mache ich auch selber sauber.

    Ich habe bspw. Wandflächen, Küchenfläche, ein Bad. Ich habe quasi das Onlineangebot gesehen und an den Standards orientieren meinen potenziellen künftigen Haushaltsreinigungsablauf orientiert und ich habe auch festgestellt, dass dieser nicht wirklich abnehmen würde.


    Mal eine OT Frage, was macht ihr solange die Wohnung sauber gemacht wird?

    Ich wäre vermutlich angestrengt solange die Person da ist und sie da zu haben während ich weg bin würde mich noch nervöser machen.

    Ich habe mich dazu noch keine Gedanken gemacht und mache mir gerade dazu gedanken. Ich denke, dass spazieren gehen würde. Ich möchte zu dieser Zeit nicht im Haushalt sein. Ich mag es nicht, wenn man mir zuschaut und ich möchte anderen nicht zusehen. "Man könnte untätig zuschauen". Außerdem finde ich es toll, wenn ich in die Wohnung komme und es gereinigt riecht.

    Was motiviert dich bei dem, was du tust? (Steffen Albers)

    Edited 2 times, last by M3_C2_A25_P0: Ein Beitrag von M3_C2_A25_P0 mit diesem Beitrag zusammengefügt. (June 10, 2026 at 3:01 PM).

  • Ich denke auch darüber nach eine Haushaltshilfe zu engagieren. Aber ich muss wohl vorher putzen. Ich kann die ja nicht reinlassen, wenn es hier so aussieht. Bei mir sind vermutlich erstmal 8 Stunden für die Grundreinigung zu veranschlagen. Schon irre, was da in 1-2 Jahren immer zusammenkommt.

  • Ich auch. Ich schaffe es oft nicht, meine Wohnung zu putzen, und meinem Partner geht es genauso. Deshalb wäre es für uns sehr sinnvoll, wenn alle zwei Wochen die Wohnung komplett gereinigt würde. Natürlich müssten wir vorher aufräumen, aber genau das würde uns auch dazu zwingen, es regelmäßig zu erledigen.

  • Ich habe den Eindruck, es gibt zwei Arten von Autisten. Die, die extrem sauber und ordentlich sind und die, die es einfach nicht gebacken bekommen Sauberkeit und Ordnung zu halten, weil sie überfordert sind und/oder einfach andere Prioritäten setzen. Ich gehöre zu den zweiten, aber ich kenne auch welche der ersten Kategorie.

  • Ich habe den Eindruck, es gibt zwei Arten von Autisten. Die, die extrem sauber und ordentlich sind und die, die es einfach nicht gebacken bekommen Sauberkeit und Ordnung zu halten, weil sie überfordert sind und/oder einfach andere Prioritäten setzen. Ich gehöre zu den zweiten, aber ich kenne auch welche der ersten Kategorie.

    Bei mir ist es eher so ein Mittelding glaube ich. Es gibt Dinge im Haushalt, die mache ich sehr gerne und die gehen mir einfach von der Hand, andere tu ich mich auch eher schwer mit. Einige sind mir auch komplett egal und unwichtig wie zb regelmäßig Fenster putzen.

    Ich tue mich zb auch schwer mit sowas eigentlich recht simplen wie Wäsche usw, weil ich da auch ein eigenes System habe. Aber ich mache es trotzdem wenn es sein muss, genau wie putzen.

    Der Unterschied ist eigentlich nur, dass es auch mal länger und mehrere Anläufe braucht und ich da nicht so streng nach Wochenplan oder sowas arbeite.

    Ich schaue eher nach: "Wie notwendig ist das jetzt wirklich". Eine Wäsche zb kann man, auch wenn nicht gerade irgendwie die Wäsche alle schon voll aufgebraucht sind zb auch schon mal aufschieben.

    Aber ja, deine Kernaussage ist glaube ich richtig. Ich kenn persönlich auch viele Autisten, die sich damit schwer tun und es eher schleifen lassen. Hat glaube ich auch bei vielen Autisten damit zu tun, das sie alleine leben und man dann ja auch niemanden quasi "Rechtschaffenheit" schuldig ist und man sich automatisch eher gehen lässt, wenn man niemanden hat für den man das macht sondern eigentlich nur für sich selbst.

    Ist ja mit Dingen wie Kochen usw auch nicht anders.

    M3_C2_A25_P0

    Ich wollte das mit der Ambulanten Betreuung nur mal erwähnt haben, weil es halt definitiv die günstigere Variante ist, wenn man das beantragt bekommt.

    Und obendrein ist es auch eher vertrauter als so eine anonyme Putzkraft.

    Aber Ok, wenn du meinst, das eine Putzkraft es dir Wert ist, dann mach das.

  • @AspieFlo Es ist in jedem Fall ein guter Tipps gewesen. Ich bspw. wusste nicht, dass Reinigungstätigkeiten in die ambulante Betreuung reinfallen. Es hat sich mir in deinem Beitrag erschlossen.

    Ich bin aktuell noch in einer ambulanten Anbindung, allerdings in der Lage, mich selbst zu versorgen.

    Was motiviert dich bei dem, was du tust? (Steffen Albers)

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