Scheiß atypische Gehirnentwicklung, Neuroleptika. und dann ist da noch das Savant-Syndrom und grundlegende Fähigkeiten.

  • Viele, vielleicht die meisten Menschen, haben einen „Aha Effekt“ oder einen „WOW-Effekt“. Es wird als Phänomen beschrieben.

    Für mich wahren die Leistungen und Ergebnisse immer normal. Es wirkt eher häufig irritieren, das die meisten Menschen mit Aha‘s, Wow‘s, Verwunderung und mit weiteren typischen Verhaltensweisen wie „Aufregung“ anfingen, während ich beispielsweise mit den Füßen malte und gleichzeitig ein Musikinstrument mit den Händen spielte bzw. schlug (Xylophon)… und das dann noch passend zur Musik. Oder das Schreiben mit beiden Händen zu selben Zeit. Und dann ist da noch das Kalenderrechnen und die anderen Gedächtnisleistungen. Früher konnte ich z.B. „Bücher“ auswendig wiedergeben, was ich heute nicht mehr kann. Das Gehirn, die Areale haben sich stark verändert.

    Jedoch ist da noch diese atypische Gehirnentwicklung, welche sich auf alle Areale konzentrieren kann.

    Die Sensibilität in Verbindung mit Neuroleptika.

    Das bedeutet auch, dass sich Fähigkeiten anpassen und verändern.

    So hat sich bspw. mein motorischer Kortex so entwickelt, dass ich nur noch die rechte Hand nutze, anstatt beide Hände oder die eigentlich dominante linke Seite.

    „Was du heute kannst, kannst du morgen schon wieder verlernt haben“… Das ist ein Satz, welchen ich in der KJP gesagt bekommen habe und das basierend auf neurologischem und kognitivem Verhalten.

    Neues kann sich außerdem sehr schnell festigen. Und das sogar bevor ich dazu einen kognitiven Ablauf habe, also außerhalb der Ordnung. Ein kognitiver Ablauf erstellt sich auch nicht immer im Nachhinein. Das funktioniert u.a., wenn ich das umgesetzte in Wort und/oder Schrift fasse. Wenn aufgeschrieben, dann muss ich das lesen, bevor es sich festigt und damit es sich festigt. Entsprechend war auch das Lernverhalten in meiner Schulzeit. Zudem habe ich auch noch eine affektive Lernstörung.

    Insgesamt habe ich außerdem eine kognitive Einschränkung. Das bedeutet, ich kann bspw. nicht immer (oder nur schwer und mit Aufwand), das erklären, was ich gemacht habe. In einem spontanen Gespräch zu dem, was ich gemacht habe (Bspw. Verstoß gegen eine Arbeitsanweisung/Arbeitsablauf oder Optimierung einer Arbeitsanweisung/Arbeitsablauf) kann ich nicht immer erklären, was ich gemacht habe. Das ist häufig auch nicht mit ausreichend Zeit machbar. Zudem kommt auch noch, dass ich einen fehlenden inneren Monolog bzw. eine fehlende innere Stimme habe (Heutiger Stand: Anendophasie) und sich auch nicht immer bzw. nur sehr selten innere Bilder erstellen und genauso selten auch wieder aufmachen (Ich bin Aphantast).

    Die Herausforderung besteht auch in der Erstellung und/oder Festigung neurobiologischer Abläufe, damit das Gehirn u.a. Routine erstellen kann.

    Ein gesunder, neurotypischer Mensch hat ein bestimmtes, ggf. auch einheitliches, Wohlgefühl in der Ausübung bestimmter Tätigkeiten, was bei mir verhältnismäßig niedrig ausgeprägt ist. Ich lerne ca. 70% in meinem Alltag quasi „neu“. Außerdem erstelle ich mit meinen Gedächtnisse Micropoints. Ich habe also über den Tag viele Punkte, mit denen ich Ein- und Ausgangssituationen habe, viel mehr als die meisten neurotypischen Menschen.

    Ein Beispiel: In der orientierenden Wahrnehmung haben neurotypische Menschen im Durchschnitt einen Wert von „4 Points/250ms“ (Es wird hauptsächlich die Einheit Chunks verwendet), während ich bei 8 Points / 250ms bin. Und dieser Wert kann dynamisch, als auch ohne aktives Zutun, „massiv“ steigen.

    Hinzu kommen noch fehlende Filter und aufgrund fehlender Filter auch zwangsweise weitere gestörte Filter.

    Interessant wird es, wenn eine Reizüberflutung entsteht, während sich bspw. ein „sauberer neurobiologischer Ablauf erstellt“. Es können quasi drei Abläufe gleichzeitig entstehen, wobei in den seltensten Fällen daraus am Ende nur „Ein Ablauf“ wird.

    Was hilft mir, mit diesen Herausforderungen zurecht zu kommen.

    Naja, bleiben wir bei dem Selbststudium und dem aktiven Lernen. Ich weiß, dass ich mit meinen Methoden nicht dauerhaft und immer einheitliche Ergebnisse erreiche. Das weiß ich seit 1998/99. Ich kann mich nicht erinnern, dass mich das damals unter Druck gesetzt hat. Ich hatte außerdem die passende psychiatrische Unterstützung, obwohl ich von mir aus wusste, dass das nicht veränderlich sein wird.

    Vieles ist mir auch im Jahr 2024 bewusst geworden. Ich habe z.B. in einer „wichtigen Zeit“ (Zeitraum 1999 bis 2005) nicht richtig angesetzt, was sich nicht mehr aufholen lässt. Dafür kann ich die Zeit immer nutzen, um entsprechend damit anzufangen. Damals teilte man mir mit, dass auch ein aktives Gegenarbeiten (Bspw. zum Aufrechterhalten der Fähigkeiten durch Lernen) nur eine Linderung von Symptomen sein würde. Dies sich immer veränderten Strukturen im Gehirn lassen sich nicht durch Lernen aufrechterhalten.

    Ich persönlich kam damit in den letzten 27 Jahren gut zurecht und ich hatte damit keine Herausforderungen. Das hatte mich nicht runtergezogen.

    Zwischenzeitlich gab es sich mal 5 oder 6 Momente, bei denen ich dachte „Ich will normal sein“. Diese Momente waren schnell überwunden. Ein „Hoch“ auf den fehlenden inneren Monolog bzw. die fehlende innere Stimme. Hinzu kamen dann noch ausreichend Defizite, welche ich meiner biologischen Mutter zu verdanken habe (auf die Zeit beschränkt, wobei Erziehungsmethoden auf andere Menschen nie angewendet wurden).

    Was motiviert dich bei dem, was du tust? (Steffen Albers)

  • Wenn dieser Begriff verwendet wird, meint er in der Regel, dass Lern- und Leistungsstörungen nicht auf primär kognitive Defizite (wie eine geminderte Intelligenz) oder spezifische Entwicklungsstörungen (wie eine isolierte Lese-Rechtschreib-Störung) zurückzuführen sind, sondern dass die Ursache im emotionalen Bereich liegt.

    Zudem ist es bei mir so, dass das Areal, welches für das emotionale Zentrum verantwortlich ist, Defekte hat. Im medizinischen und psychologischen Sinne kann sich bei mir Emotionalität nur schwer erstellen. Neurobiologische und biochemische Voraussetzungen für das Entstehen von Emotionalität werden schwer erfüllt bzw. auf Basis der bestehenden Vorraussetzungen kann nur schwer Emotionalität entstehen.

    Umschrieben kann man sagen, dass das Areal bzw. das limbische System „Unteraktiv“ im Sinne von „wenig Vekehr auf neuronaler Ebene“ ist.

    Diese Unteraktivität habe ich in der Amygdala und unter anderem im präfrontalem Kortex und das ohne das ich negative Gedankenschleifen habe, welche gestoppt werden müssten, da keine Entstehen.

    Was motiviert dich bei dem, was du tust? (Steffen Albers)

    Edited once, last by M3_C2_A25_P0 (June 6, 2026 at 7:51 PM).

  • Ich kann eigentlich nie wirklich erklären, was ich gerade gemacht habe oder wie sich das gerade getane angefühlt hat. Das ist irgendwie immer mein Geheimnis, ich kann es in Fotos ausdrücken, aber nie wirklich stimmig beschreiben...

    “Those who can make you believe absurdities, can make you commit atrocities.” – Voltaire

  • Ich kann einigermaßen nachvollziehen, wie das sein kann.

    Das tritt sicher häufiger bei Menschen mit Autismus auf

    Bei Menschen mit dem Savant-Syndrom ist es auf Basis der Erkenntnisse in den letzten ca. 30 Jahren so, dass sie sehr häufig die Gedankengrundlage nicht wiedergeben können. Das kann auch mit der Verarbeitungsgeschwindigkeit zusammenhängen.

    Was motiviert dich bei dem, was du tust? (Steffen Albers)

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