Kommunikation auf der Arbeit

  • Hallo

    Wie ist es für euch, auf der Arbeit mit Kollegen zu kommunizieren, findet ihr es einfach, oder habt ihr Schwierigkeiten, wenn ja, welche?

    Mir ist z.B. aufgefallen, dass ich meistens, wenn ich mit jemandem etwas besprechen muss, hingehe, warte, bis die Person zu mir hoch schaut, und dann einfach loslege mit "Hallo, ich wollte fragen / ich wollte mal mit dir besprechen..." Ich mache keinen Smalltalk drum herum. Das fällt mir auf, wenn andere zu mir kommen, dass die oft erstmal fragen, wie es mir geht, zum Beispiel.

    Ihr könnt auch außerhalb meiner Fragen schreiben, was euch zu dem Thema einfällt.

    Gruß, Lefty

  • Bei mir beginnt das beim Begriff.
    Von lateinisch communis 'gemeinschaftlich'. Doch mein mit Leuten Sprechen liegt davon unbetroffen, ich möchte, wie auch Du Lefty hier die alltägliche Situation beschreibst, Informationsaustausch betreiben.
    Ich weise das gedanklich weit von mir, das ich das als etwas kommunikatiöses meine. Ich denke für mich, daß da schon der Hase anfängt bei mir im Pfeffer zu liegen (RW).

    Doch für die Leute, dient alles und alles mögliche als "Kommunikation", wie ein sich einander den Pelz Kraulen. (so mit den Händen beim anderen Herumkraulen)(..fremde Leute..)
    Ich für mich finde diesen neumodischen Begriff (direkt körperlich) schaurig. (für mich sind Worte viel mehr als Buchstaben)

    Kannst Du damit für Dich vielleicht etwas anfangen, bezogen auf Deine Bürosituation-Beschreibung?
    Du: "ich hier, du da, sachlich", der andere: "einander Kraulen". - Zwei Welten.

    Ach ja, und dazu das "du kraulst mich ganz falsch!".

  • Mir ist z.B. aufgefallen, dass ich meistens, wenn ich mit jemandem etwas besprechen muss, hingehe, warte, bis die Person zu mir hoch schaut, und dann einfach loslege mit "Hallo, ich wollte fragen / ich wollte mal mit dir besprechen..." Ich mache keinen Smalltalk drum herum. Das fällt mir auf, wenn andere zu mir kommen, dass die oft erstmal fragen, wie es mir geht, zum Beispiel.

    Ich warte nicht erst. Ich sag „Hallo, darf ich kurz stören?“
    Und so machen das auch fast alle Kollegen bei uns.

    Es gibt aber schon Einige, die vorher erst fragen, wie es geht, wie das Wochenende war etc. Das soll wohl dazu dienen, dass man sich irgendwie beachtet oder gar wertgeschätzt fühlt. Es hilft aber auch dabei, den Kopf erst mal zu leeren und auf die eigentliche Frage vorzubereiten.

    Interessant finde ich auch, dass manche Kollegen, die keine Mutterspracher sind, plötzlich auf Deutsch fragen und sehr freundlich wirken, wenn sie was Dringendes brauchen. Wir reden normalerweise alle Englisch.

    An sich ist die Kommunikation bei uns aber zu 99% sachlich gehalten. Wir sind mehr oder weniger alle Ingenieure und Nerds.

  • Für mich wird es gefühlt immer schwerer. Allerdings merke ich auch, dass es mit denen, bei denen es früher schon einfach war, noch genauso ist. Aber mit den Chefs die teils gewechselt haben wird es immer komplizierter. Weil mir immer mehr signalisiert wird, das ich und meine Wahrnehmung das Problem wären...🤬

    Seltsam, dass das 35 Jahre offenbar nicht so war..

  • : "ich hier, du da, sachlich", der andere: "einander Kraulen". - Zwei Welten.

    Was für ein schaurig passender "igitt"Vergleich.

    Ich habe keinen direkten Kollegen doch Kommunikation mit Vorgesetzten bereitet mir Mühe, da dort Anliegen mitunter auf eine mir unheimliche Art transportiert werden.

    Um im Bild zu bleiben, es wird gekrault und dann im Fell aus dem "Off" irgendwie ein ernsthaftes Anliegen samt indirekter Drohung platziert, so scheint es mir. Und dann wird weiter gekrault als ob nichts gewesen wäre.

    Edited once, last by Ena (May 29, 2026 at 5:20 AM).

  • Bei mir sind es nicht 99% Ingenieure und Nerds, sondern 99% Biologen/Biotechnologen/Biochemiker und Nerds. Zumindest in meinen direkten Umfeld. Die meisten sparen sich auch den Smalltalk und fragen oder sagen einfach, worum es geht. Es wird auch generell meistens freundlich, direkt und sachlich kommuniziert.

    Kürzlich hat ein Kollege aus einer anderen Abteilung das Gespräch mit "Wie gehts dir?" eröffnet und mich damit ziemlich aus dem Konzept gebracht. In meiner Abteilung kennt man sich teils schon viele Jahre und erkundigt sich deswegen manchmal nach dem Befinden, aber da will man das dann auch wirklich wissen. Bei besagtem, noch relativ neuen Kollegen war ich unsicher, ob ich jetzt mit einer Floskel antworten soll oder ob er wirklich wissen möchte, wie es mir geht. Wir hatten zuvor im Rahmen eines Projekts häufiger miteinander zu tun und er ist ein sehr lieber, freundlicher Mensch. Deswegen war Option 2 durchaus im Bereich des Möglichen und dafür habe ich mich dann auch entschieden. Kann sein, dass ich ihn damit überrascht habe 😄

    Schwierig finde ich es, wenn es doch mal zwischenmenschliche Probleme gibt. Ich war ein Jahr lang vertretungsweise Teamleiterin und musste mich dabei auch um den Konflikt einer Teamkollegin mit unserer damaligen Abteilungsleiterin kümmern. Die beiden passten kommunikativ einfach nicht zusammen und es gab oft Missverständnisse. Ich habe dann immer versucht, beide Seiten zu verstehen: Wer hat was wann gesagt oder gemacht und wie kam das beim Anderen an? Aber richtig lösen konnten wir das nie. Ich war da etwas hilflos.

  • Was für ein schaurig passender "igitt"Vergleich.

    Ja, ich hab mich auch innerlich gewunden beim Lesen 😄

    Ich finde es anstrengend, wenn man etwas bespricht und die andere Person dann plötzlich etwas Privates erzählt. Da muss ich einen Schalter umlegen. Ich wende mich dann der Person sehr aufmerksam zu, versuche, irgendwas zu antworten, was den Anschein erweckt, ich würde Anteil nehmen, und warte dann, wann wir wieder umstellen können. Ich denke, dass ich das ganz gut kann, aber vermutlich komme ich dabei recht steif rüber.

  • Mit ein ander sprechen, reden. Sich ein ander austauschen, mitteilen. Zwei Einzelne nehmen Sprache zum einander Sprechen über etwas.
    Die "Kommunikationsepoche" hat das beinahe abgelöst. Es hat Ähnlichkeit mit der Mutter-Kind Kommunikation, die ohne Sprache ist zunächst.
    Das der Begriff Kommunikation modern ist, paßt zu der Zeit, die zunehmend stetig infantiler wird, denke ich.
    Der Wunsch nach "Kraulungen", das gar nicht mehr sachlich sein können (das sogar als aggressiv zu empfinden), ein Verständnis für Sachlichkeit besitzen, das ist wie außerhalb der Möglichkeiten geraten.

    Mit den schwierigen zwischenmenschlichen Situationen ist es somit auch komplizierter geworden, das erlebe ich wie Du Ena und Alfiriel es beschreibt. Ich denke, weil die Menschen lernten, daß Sachlichkeit mit der Person verknüpft gehört, das ist wohl der Kern dieser "Kommunikationslehre".
    Ich erlebe das zB, daß Leute sich angegriffen fühlen (und dann dementsprechend handeln), wenn ich mich höflich, freundlich, sachlich ausdrücke.

    Es kann selten gut gehen, wenn nach Ideen die Gesellschaft geformt werden soll, finde ich. Bei der 'Kommunikation' ist das zusätzlich fatale, daß es völlig unbemerkt geschied. Die Menschen werden kommuniziert und sind dann für ein klares freies sachliches Auseinandersetzen nicht mehr befähigt.

    Ich denke, 'Kommunikation' will aus einzelnen Menschen einen "einen-Brei" machen, in der Vorstellung, daß das "friedlicher" sei, ich halte das für einen Irrtum.
    Es gährt gesellschaftlich, vielleicht auch, weil die Menschen ihre Sprache verloren, bzw eingetauscht bekommen haben.
    Es nimmt ab, daß "Normalos" Worte in ihrem Sinn verstehen und wissen was sie hören und sagen, auch das fällt mir auf.

    Ich denke, heutzutage hat ein neurodivergenter Mensch vermehrt Schwierigkeiten, weil die Leute weiter abdriften ins Unlogische und Untatsächliche, hinein in ein undifferenziertes "Gefühle-Bällebad".
    Das zeigt sich bei der Arbeit, in Arztpraxen und überall dort, wo sie anzutreffen sind.

  • Ich habe keine Probleme mit der Kommunikation, solange es rein sachlich nur um die Arbeit geht und man bespricht, was nötig ist. Inzwischen habe ich auch keine Probleme mehr Hilfe anzufragen oder Fragen zu stellen, wenn ich das brauche.

    Ich hab aber schon Probleme mit Smalltalk, manches krieg ich inzwischen hin aber darüber hinaus wird es schwierig für mich. Bei mir kommt noch hinzu, dass ich nicht wirklich viel über mich erzähle weil es einfach auch dauert bis ich mich öffne oder mich gegebenfalls garnicht öffne. Es kommt immer auf das "Gegenüber" an.

    Ich glaube dass das oft zu zwischenmenschlichen Problemen geführt hat weil man mich für kalt und distanziert gehalten hat und interpretiert hat anstatt einfach mal bei mir nachzufragen. Ich war aber auch nicht befähigt nachzufragen weil ich Angst hatte wieder abgelehnt und gemobbt zu werden. Aus diesem Kreislauf muss ich lernen mich herauszuwinden. Ich bin zu unsicher in manchem und ich muss lernen, mich nicht in mein Inneres zurück zu ziehen wenn sowas auftritt. Ich kann ganz schlecht mit negativen Energien anderer umgehen.

  • Ich habe ziemlich viele Kollegen in meinem Team ca. 40. Die sind sehr unterschiedlich, und manche kenne ich besser, andere weniger oder fast gar nicht. Manche sind tolerant, nett und unkompliziert, andere sind so typische NT-Tussen, die bei anderen über Kleidung oder Frisur lästern und dergleichen, oder auch einen, der sich immer gut darstellen muss, ggf. auf Kosten anderer, um die Karriereleiter hinaufzuklettern, obwohl er von vorne bis hinten nur ein Blender ist. Wir haben außerdem mindestens einen Aspie (mich, aber ich habe noch einen oder zwei weitere im Verdacht), mindestens eine mit ADHS (definitiv kein Autismus) und sonst fast alles, was es unter dem Regenbogen gibt, Männer, Frauen, welche wo ich mir nicht sicher bin, Lesben, Muslime....

    Es gibt eine Kollegin, mit der ich auch gut über Privates reden kann. Mit den anderen rede ich nur dienstlich, wenn's geht. Es sind mir zu viele Leute, um mit jedem über Privates zu reden, da würde ich nachher alles durcheinanderbringen, was die mir erzählt haben. Denn wirklich interessieren tut es mich nur bei der einen, und vielleicht noch bei einer oder zwei weiteren, aber mit dem Rest habe ich keine Verbindung.

    Ich bin auch eine "Warterin", also ich warte, bis jemand aufschaut, bevor ich anfange zu reden. Ich will, dass die Person ihren Gedanken noch zu Ende denken kann.

    Mit den Chefs klappt es so halb und halb. Ich sehe beide Chefs zu wenig, um eine gute Verbindung aufzubauen. Ich bin viel im Homeoffice. Die eine Teamleitung hat mich zuletzt zwei mal irgendwie böse angeschaut und wirkte unfreundlich, ich habe aber keine Ahnung, was ich ihr getan haben könnte. Vielleicht sagt sie es mir irgendwann mal, und falls nicht, werde ich es aussitzen. Vielleicht hatte ihr Verhalten auch ganz andere Gründe, die nichts mit mir zu tun hatten.

    Es gibt bei uns noch eine Stelle, wo man, sofern man im Büro ist, jeden Tag mehrmals hineingehen muss. Da sitzen zwei Leute, und da sage ich meistens nur hallo, erledige mein Zeug und gehe wieder.

    Leiste keinen vorauseilenden Gehorsam.
    (Timothy Snyders „Über Tyrannei – Zwanzig Lektionen für den Widerstand“)

  • Ich arbeite in einem Beruf, in dem ich täglich ca. über 30 Kontakte habe (Wenn auch nur per Call). Dann gibt es noch die Kontakte, welche ich mit Menschen vor Ort habe.

    Ich arbeite momentan meine Routen aus und ändere die Gesprächsstruktur und die Gesprächsinhalte, was auch Auswirkungen auf die Gesprächsführung hat. Mein Ergebnis soll sein, Komplexitäten zu vermeiden. Dazu zählt auch Emotional. Das funktioniert ganz gut und es bringt eine gewisse Flexibilität mit.

    In der Regel haben Menschen vor Ort mit mir keine Herausforderungen, und ich mit anderen Menschen ebenso wenig. Natürlich kommt es vor, das bestimmte Abläufe, sowie die Festigung von Abläufen, länger brauchen (Ursache Routenmethodik, Automatisierung, Gewohnheiten, affektive Lernstörung…).

    Im Ganzen ist die Tätigkeit, und wahrscheinlich die Anstellung, zweck- und sinnmäßig; was auch wechselseitig so verstanden wird.

    Was motiviert dich bei dem, was du tust? (Steffen Albers)

    Edited once, last by M3_C2_A25_P0 (May 29, 2026 at 5:15 PM).

  • Was ich unnötig finde, wenn ich bei der Vorgesetzten eine Bitte habe und sie diese ablehnen wird, aber vorher einen Haufen Zeug redet, um es netter zu verpacken, oder es so angeht, dass es erstmal so klingt, als wäre es möglich, dass sie der Bitte nachkommt, aber am Ende ist es doch ein Nein. Ich habe mir schon angewöhnt, bei der früheren Vorgesetzten, gleich am Anfang zu sagen: "Du kannst auch einfach Nein sagen, wenn es nicht geht." oder etwas Ähnliches, weil ich ihr die Mühe ersparen wollte, und es für mich schneller machen wollte. Bei der jetzigen Arbeit hatte ich so eine Situation erst einmal.

  • Lefty Pragmatische Kommunikationsstile benötigt das Land 😬😬😬

    Ich hatte das mal eine Zeitlang, dass ich vorab kommunizierte „Kannst einfach JA oder NEIN sagen“, allerdings in einem anderen Umfeld. Das habe ich schnell wieder sein gelassen. Es mangelte an der Umsetzung durch andere. Es wurde nie übernommen.

    Was motiviert dich bei dem, was du tust? (Steffen Albers)

  • Wie ist es für euch, auf der Arbeit mit Kollegen zu kommunizieren, findet ihr es einfach, oder habt ihr Schwierigkeiten, wenn ja, welche?

    Mir ist aufgefallen, dass neue Kollegen in den ersten Tagen oft sehr viel reden: intim Privates von sich erzählen und über die neue Arbeitsstelle schimpfen. Ich denke dann immer "warum hast du hier angefangen, wenn es dir gar nicht gefällt". Ich weiß dann nicht, was ich sagen soll. Meine anderen Kollegen scheinen das aber nicht auffallend zu finden.

    Ich finde es anstrengend, wenn sich Kollegen mit mir bei der Arbeit z. B. zu einer Besprechung verabreden, aber nicht erscheinen.

    Ich weiß nicht, wie ich kommunizieren soll, dass es mich sehr stört, wenn Kollegen sich laut im selben Raum unterhalten, in dem ich gerade etwas am Computer erledigen und mich konzentrieren muss. Die anderen unterhalten sich laut, beim Arbeiten am Computer und es scheint sie nicht zu stören oder abzulenken.

  • Mir ist aufgefallen, dass neue Kollegen in den ersten Tagen oft sehr viel reden: intim Privates von sich erzählen und über die neue Arbeitsstelle schimpfen. Ich denke dann immer "warum hast du hier angefangen, wenn es dir gar nicht gefällt". Ich weiß dann nicht, was ich sagen soll. Meine anderen Kollegen scheinen das aber nicht auffallend zu finden.

    Ich schätze das ist "socialising". (wollen die für sie neuen Menschen kennen lernen, mit ihnen Kontakte knüpfen)

  • Mir ist aufgefallen, dass neue Kollegen in den ersten Tagen oft sehr viel reden: intim Privates von sich erzählen und über die neue Arbeitsstelle schimpfen.

    Das erste kenne ich auch, das zweite nicht. Die wollen ja die Probezeit bestehen. Aber über die alte Arbeitsstelle schimpfen Neue bei uns oft 😅

    "My philosophy is that worrying means you suffer twice." - Newt Scamander

  • Es mangelte an der Umsetzung durch andere. Es wurde nie übernommen.

    Das ist bedauerlich, aber natürlich nachvollziehbar, dass andere ihre Kommunikationsstile nicht einfach ablegen können. Aber immerhin können sie davon ausgehen, dass man die Antwort akzeptiert, wie sie ist.


    Mir ist aufgefallen, dass neue Kollegen in den ersten Tagen oft sehr viel reden: intim Privates von sich erzählen und über die neue Arbeitsstelle schimpfen.

    Das zweite hab ich noch nie erlebt, das würde ich auch befremdlich finden.

    Ich finde es anstrengend, wenn sich Kollegen mit mir bei der Arbeit z. B. zu einer Besprechung verabreden, aber nicht erscheinen.

    Das würde mich auch sehr anstrengen, weil man wartet ja darauf. Ich hasse es auch, wenn ich frage, wann man sich zusammen setzt und dann schwammige Antworten kommen, ich versuche, den Leuten eine genaue Uhrzeit rauszuleiern, denn ich muss ja einschätzen, wieviel Zeit ich bis dahin noch habe, davon hängt ab, was ich bis dahin überhaupt noch anfangen kann, oder welche Aufgabe ich z.B. dann aufhebe bis danach. Und wenn es heißt, in zehn Minuten, dann bin ich glaube ich die Einzige, die auf die Uhr guckt, nachdem das ausgesprochen wurde, und die Einzige, die elf Minuten später empört ist, wenn die Person nicht aufgetaucht ist (sofern die Person zu mir kommen sollte). Ich lasse mir das aber nicht anmerken.

    Edited 2 times, last by Lefty: Ein Beitrag von Lefty mit diesem Beitrag zusammengefügt. (June 2, 2026 at 4:36 PM).

  • Bei mir funktioniert die alltägliche Kommunikation ganz gut, sie ist sachlich. Natürlich gibt es Ausnahmen. Die sind nicht tagesabhängig, sondern personenabhängig. Zum Teil kommt es vor, dass immer wieder das gleiche gesagt wird. Also z.B. zwei Sätze, aber die werden 10 Minuten lang immer wiederholt. Jedesmal mit neuen Worten, aber vom Sinn her 20 mal das gleiche. Sowas macht mir sehr zu schaffen.

    Manchmal bekomme ich auch keine klare Antwort. Also ich frage und dann wird drumrum geredet sehr, sehr lange. Und am Ende stelle ich die gleiche Frage nochmal. Oder ich frage "War das jetzt ein Ja oder ein Nein?". Ich kann die Antwort einfach nicht extrahieren aus dem ganzen Gesagten, weil alles Wischiwaschi war.

    Einmal habe ich meinen Lieblingkollegen gefragt, ob der Urlaub gut war und ob er gut erholt ist. Das hat ihn so aus der Bahn geworfen, wie es mir wahrscheinlich auch gegangen wäre, wenn er mich das gefragt hätte. 😄

    Aber mit den Chefs die teils gewechselt haben wird es immer komplizierter.

    Dito. Ich habe den Eindruck, wer "gut" reden kann, wird Chef. Also reden können ohne was zu sagen führt eher zu einem Chef-Posten.

    Ich hatte mal eine Kollegin, die mir private Sachen erzählt hat. Am Anfang wusste ich gar nicht, was ich sagen sollte. Mir war das so unangenehm. Ich will das doch gar nicht wissen. Später fühlte ich mich dann gezwungen, auch irgendwas privates preisgeben zu müssen. Es hat aber nicht wirklich funktioniert. Geht einfach nicht. Bin ganz froh, jetzt wieder jemand Sachlichen neben mir sitzen zu haben.

  • denn ich muss ja einschätzen, wieviel Zeit ich bis dahin noch habe, davon hängt ab, was ich bis dahin überhaupt noch anfangen kann, oder welche Aufgabe ich z.B. dann aufhebe bis danach.

    Das kann ich gut nachvollziehen, so geht es mir auch. Ich warte dann und kann ja nichts anderes anfangen.


    Kollegin, die mir private Sachen erzählt hat. Am Anfang wusste ich gar nicht, was ich sagen sollte. Mir war das so unangenehm. Ich will das doch gar nicht wissen. Später fühlte ich mich dann gezwungen, auch irgendwas privates preisgeben zu müssen. Es

    Ich weiß dann auch nie, was ich sagen soll und bin froh, wenn ich etwas nicht persönliches Privates zu erzählen habe. Etwas Sachliches, das nichts mit mir zu tun hat.

    Edited 2 times, last by Andere: Ein Beitrag von Andere mit diesem Beitrag zusammengefügt. (June 21, 2026 at 8:32 PM).

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