Ich habe einen interessanten Artikel erhalten. Er bezieht sich zwar auf die Schweiz, aber das ist in Deutschland wohl ähnlich.
Mir gefällt der Fokus darauf, dass die Diagnose nicht bedeutet, dass es keine bessernde Veränderung gibt.
Interessant finde ich die Andeutung am Ende, dass von einigen Experten das "Ende des Spektrums" gewünscht wird.
Was ich nicht wusste, dass diese ganzen Tests nicht für Erwachsene überarbeitet wurden.
Im Notforum haben andere bereits ihre Gedanken zu diesem Artikel geschrieben.
"Autismus ist nach früherem Nischendasein als virulentes Thema in der Erwachsenenpsychiatrie angekommen und führt heute, nach Aufmerksamkeitsstörungen (ADHS), die Liste gängiger Selbstdiagnosen an. Die neuesten Entwicklungen führen zu einer besorgniserregenden Überlastung des Versorgungssystems mit monatelangen Wartelisten für Abklärungsund Behandlungsplätze.
Zur besonderen Lage tragen diverse Gründe bei: Der konzeptuelle Wandel; Besonderheiten einer Entwicklungsstörung im Kontext eines Klassifikationssystems, das Diagnosen primär querschnittlich und unabhängig einer angenommenen Ätiologie betrachtet; problematische Annahmen unter Fachleuten wie Laien; gesellschaftliche Entwicklungen.
Auch wenn wir den Blick spezifisch auf Autismus richten, so lassen sich viele der folgenden Beobachtungen und Überlegungen auch auf das Thema ADHS übertragen. Mit Fokus auf die Situation in der Erwachsenenpsychiatrie der Deutschschweiz zeigt dieser Artikel Zusammenhänge und problematische Folgen auf und offeriert Anregungen zur Lösung der aktuellen Herausforderungen."